Sonntag, 18.08.2019 05:18 Uhr

Todesstoss am Frankfurter Hauptbahnhof Update 30.07.2019

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Frankfurt, 29.07.2019, 16:06 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Hildebrandt Bericht 4338x gelesen
16 Rettungswagen und 1 Hubschrauber sind derzeit vor Ort
16 Rettungswagen und 1 Hubschrauber sind derzeit vor Ort  Bild: NicoLeHe / www.pixelio.de

Frankfurt [ENA] Wie soeben in versch. Medien berichtet wird, ist es vor kurzer Zeit im Frankfurter Hauptbahnhof zu einer dramatischen Aktion gekommen: Ein offensichtlich 40 jähriger Mann aus Eritrea hat eine Mutter und Ihren 8 jährigen Sohn vor einen heranfahrenden ICE auf den Bahnsteig gestossen.

Update vom 30.07.2019 Um 9.59 Uhr am 29.07.2019 wurde die schreckliche Tat verübt. Der Täter soll sich vorab hinter einem Pfeiler versteckt haben. Nach der Tat soll er noch versucht haben, eine 78 jährige Rentnerin ebenfalls auf die Gleise zu stossen. Das mißlang weil die Dame gestürzt sei. Der Flüchtende wurde von einem zivilen hessischen Beamten verfolgt und ausserhalb des Hauptbahnhofs festgesetzt. Der Täter ist 2006 unerlaubt in die Schweiz eingereist und hat dort 2008 eine Niederlassungserlaubnis erhalten. Zuletzt ist er am 25.7. als Straftäter in Erscheinung getreten.

Mit einem Messer habe er eine Nachbarin mit Mordandrohung bedroht, diese gewürgt und dann später in der Wohnung eingesperrt haben. Daraufhin wurde er in der Schweiz zur Inhaftnahme ausgeschrieben. Offensichtlich hat er sich dann nach Deutschland abgesetzt. Hier müssen Möglichkeiten bestanden haben, sich aufzuhalten. Seehofer sieht in der Verbesserung der Videoüberwachung auf Bahnhöfen ein geeignetes Mittel zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Fahrgäste. Fakt ist und bleibt, es gibt keine 100% ige Sicherheit auf irgendeinem öffentlichen Platz, die Videoüberwachung kann auch nur aufzeichnen, was passiert, nicht, was passieren wird.

Immerhin gibt der Präsident des Bundeskriminalamts Holger Münch in einer einberaumten Pressekonferenz wegen dieser Tat zu, das es in der Kriminalstatistik inzwischen eine " Überrepräsentanz " ausländischer Straftaten gibt. Warum immer wieder von " mutmaßlicher Täter " geredet wird, erklärt sich mir nicht, denn es ist ja ausser jedem Zweifel, das er der Täter war. Dieter Romann, Präsident des Bundespolizeipräsidiums, gibt derweil zu, das der Haftbefehl nur in der Schweiz bekannt war, nicht in der EU oder gar in Deutschland. Und ich muß es erwähnen, weil ich es persönlich beschämend finde: Die Grünen und die FDP mahnen zu Besonnenheit; das sollten Sie mal der Mutter ins Gesicht sagen. Lieber Klappe halten als so einen Spruch.

Während sich die Mutter noch retten konnte, kam für den Sohn jede Hilfe zu spät und wurde von dem ICE überrollt. Das Kind starb noch am Bahnsteig. Die tragische Tat wurde am Gleis 7 verübt; viele Reisende, auch Kinder, mußten den schrecklichen Vorfall mit ansehen. Auch eine Schaffnerin brach in Tränen aus. Nach dieser Tat soll der Täter Richtung Ausgang geflüchtet sein, auf dem Weg versucht haben eine weitere Person zu stossen, diese hat sich jedoch erfolgreich den Angriff erwehrt. Passanten haben den Mann verfolgt, ausserhalb des Bahnhofs soll er von der Polizei festgenommen worden sein, derzeit ist eine Vernehmung im Gang; Stand bisher: Es besteht keine Beziehungstat und das Motiv ist noch unklar. Betreuung der Augenzeugen sind vor Ort.

Weiträumig wurden Bereiche des Frankfurter Hauptbahnhofs abgesperrt, Gleis 4 - 9 sind derzeit gesperrt. 16 Rettungswagen und 1 Hubschrauber sind im Einsatz. Aufgrund der Tat und resultierenden Polizeimaßnahmen kommt es teilweise zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen. Die Bahn und der Fahrgastverband ProBahn haben sich bereits schockiert über den Vorfall geäußert, der Ehrenvorsitzende von ProBahn erteilte jedoch der Anfrage einer TV Moderatorin auf bessere Sicherheitsmaßnahmen auf Bahnhöfen in mehrfacher Hinsicht eine klare Absage: Die Bahn habe bereits das Sicherheitspersonal aufgestockt, man könne 6000 Bahnhöfe in Deutschland nicht mit noch mehr Sicherheitskräften ausstatten, das sei unrealistisch und nicht bezahlbar.

Genauso erteilt er eine Absage sogenannten Zugangsbeschränkungen, wie sie z.B. bei S- oder U-Bahnen existieren. Genausowenig könne man alle Bahnhofsgäste auf gültige Tickets kontrollieren, abgesehen davon sei das gar keine Möglichkeit, mögliche Attentäter rauszufiltern, da diese dann sicherlich über ein gültiges Ticket verfügen würden. Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, verurteilte die Tat auf das Schärfste, entgegnete auf die Frage einer TV Moderatorin, ob die Gewalt auf Bahnhöfen zugenommen habe, damit, das insgesamt die Gewalt in der Gesellschaft zugenommen habe.

Insbesondere kritisierte er die AFD Stellungnahme zu dem Fall, die als erste Partei auch sofort drastische Konsequenzen forderten. Interessante Stellungnahme, denn bei Gewalttaten von Rechts werden ja immer sofort ohne Verzögerung drastische Konsequenzen gefordert. Bemerkenswert zu diesem Fall sei auch mal am Rande erwähnt, das die Polizeisprecherin am Frankfurter Hauptbahnhof mit keiner Silbe die Herkunft und Nationalität des Täters im gesamten Statement vor der Presse genannt hat, eine Masche, die seit einiger Zeit in Polizeikreisen immer mehr in Mode kommt, insbesondere wenn die Presse offiziell informiert wird, fehlen diese Angaben.

Aber zum Schluß sollte nochmal gesagt werden, das dieses Erlebnis natürlich für die Mutter extrem schrecklich war und man nur hoffen kann, das sie alle Hilfe bekommt, das zu überstehen, auch wenn es verständlicherweise schwerfällt.

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