Sonntag, 13.06.2021 11:01 Uhr

Nahostkampf Israel und Palästina Update 31.05.2021

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 31.05.2021, 09:21 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Hildebrandt Bericht 2258x gelesen
Der ewige Streit ums Dasein
Der ewige Streit ums Dasein  Bild: Gordon Johnson von Pixabay

Göttingen [ENA] Die Kämpfe in Nahost dauern nun schon länger als eine Woche an; eigentlich hat es zwischen den Ländern ja nie wirklich Ruhe gegeben, denn auch wenn nicht geschossen wurde, gehasst haben sich die beiden Gruppen doch schon immer, gebrodelt hat es doch schon immer – und das wird auch immer so bleiben.

Update 31.05.2021: Die Bundesregierung erklärt die humanitäre Unterstützung von Personen, die im Gaza Streifen leben, als zentrales Anliegen und erhöht die bereits dieses Jahr gezahlten 50 Millionen Euro um weitere 15 Millionen Euro. Ein großer Teil des Geldes fließt in die Versorgung der Menschen. interessant, ich habe noch nie davon gehört, das in Israel Lebensmittelknappheit herrscht. Das muß neu sein. In diesen Geldern nicht eingerechnet sind weitere Projekte wie Unterstützung von diversen Hilfsorganisationen zum Beispiel für Corona Maßnahmen. Vielleicht sollte man die Summe auf lächerliche 100 Millionen Euro erhöhen.

Zunächst einmal: Israel ist ein recht kleines Land, eingekesselt von arabischen Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien, Jordanien, Syrien und dem Libanon. Etwa vergleichbar mit der Größe von Hessen, um sie 22.000 qKm groß. Aber warum ist das Ganze jetzt wieder eskaliert ? Palästinenser hatten demonstriert, weil Bereiche der Altstadt und zur Aksa – Moschee abgesperrt worden waren, damit keine Versammlungen stattfinden konnten. Desweiteren sollen im genannten Stadtteil Wohnungsräumungen drohen, die palästinensischen Familien drohen, weil jüdische Siedler dort Anspruch auf Grundbesitz haben sollen.

Alles etwas undurchsichtig, jedoch entwickelte sich daraus ein unfriedliches Zusammentreffen zwischen Palästinensern und Israeliten. Nach den gefolgten schweren Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen und israelischen Kräften am sogenannten Tempelberg in Jerusalem hatte die Hamas Israel ein Ultimatum gestellt, Polizei und Siedler seien vom Tempelberg und dem Viertel Scheich Dscharrah / Ost – Jerusalem sofort abzuziehen. Da das nicht erfolgte wurden am 10. Mai erste Raketen auf Israel abgefeuert, die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, bis zum heutigen Tage sollen ca. 3400 Raketen auf Israel abgefeuert worden sein.

Ein Großteil wurde vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome rechtzeitig unschädlich gemacht, doch einige kamen durch und zerstörten auch zivile Einrichtungen. Beide Seiten jammern und beschuldigen sich jetzt gegenseitig wegen ziviler Todesopfer. Dabei haben beide Seiten langjährige Erfahrung mit diesen Kriegsspielen oder sie können es einfach nicht lassen. Nachdem die Toten und Verletzten gegeneinander aufgerechnet worden sind, wurden nun weit über 10.000 Reservisten in Israel eingezogen und in der Gaza – Zone stationiert. Das Ganze sieht nicht so aus als ob vor Pfingsten alles beendet sein könnte.

Der Premierminister Netanjahu erklärt im Fernsehen, er würde die Operationen fortsetzen, solange die nötig sind. Inzwischen hat sich auch der Libanon in die Kämpfe eingeschaltet. Moment, da fällt mir was ein: Libanon, Beirut, Explosion im August 2020 ? Ammoniumnitrat oder so ähnlich, über 2700 Tonnen ? Verdammt, das kann man doch gut zum Herstellen von Strengstoff gebrauchen, und jetzt ist es weg. Oder gibt es im Libanon noch andere Lager davon ? Wer weiß das schon.

Aber wie geht´s jetzt weiter ? Natürlich hat unser Herr Maas, der ja bei Corona wenig gefragt ist, sich überlegt, erneut ins Krisengebiet zu fliegen, morgen soll es schon soweit sein. Dumm, das heute in der Bundespressekonferenz ein Journalist genau das angesprochen hat, denn eigentlich war das noch gar nicht bekannt, seine erste Antwort war dann auch dazu: Könnte sein. Erst als er eindringlich aufgefordert wurde, klar Stellung zu beziehen, bestätigte er schließlich den Flug, sagte aber nix im Detail. Die aber hat ein anderer Politiker ausgeplaudert und gleich noch ein weiteres Geheimnis verraten, das bisher im Dunkeln lag.

Deutschland hat ja inzwischen Sonderbeauftragte und Task Force, weil normale Bundesämter und Minister ihre Aufgaben nicht mehr komplett wahrnehmen können, neu seit 11. Mai 2021: Es gibt jetzt auch einen Sonderbeauftragten Nahost Konflikt. Und der ist von der EU in gut bezahltem Posten gleich mal beauftragt, morgen mit Maas neben weiteren unbekannten Personen mitzufliegen. Und wie sich Mas bisher geoutet hat, hat er gleich mal 40 Millionen Euro humanitäre Hilfe, so SEINE Worte, im Gepäck.

Um wieviel Millionen sich das morgen erhöht und wie oft, werden wir irgendwann mal nebenbei erfahren, wenn das Thema nicht mehr heiss ist. Derweil wird Maas genau wegen dieser Zahlungen kritisiert, denn frühere Zahlungen sind oft in falsche Hänge gelangt und wurden anstatt für arme Bürger in terroristische Finanzierungen gesteckt, davon will Maas natürlich nichts wissen. Komisch, selbst Abgeordnete im Bundestag wissen das, nicht nur ein Journalist. Ich verstehe: Macht sich ja nicht so gut, das zuzugeben, da kommen immer so unangenehme Nachfragen.

Aber noch schlimmer: Die Eskalation ist inzwischen in Deutschland angekommen, Palästinenser gehen hier auf die Straße, schleudern ihre Hassparolen gegen Juden und Israel auf den Straßen, zünden Fahnen von Israel an, es erfolgen Angriffe auf Synagogen, und halten sich an keine Regel, die auch in Coronazeiten gilt. Und was macht der deutsche Staat, die deutsche Polizei: Nix. Schaut zu, hier und da ein paar kleine Rangeleien, Auflösung von Demos Fehlanzeige. Pflastersteine fliegen in Neukölln, es werden versucht Wohnungstüren einzutreten, Angriffe auf die Polizei.

Ein Pressevertreter verlautet über Twitter: Pflastersteine fliegen inzwischen im Sekundentakt. Demonstranten versuchen Türen von Wohnhäusern einzutreten. Polizei hat keine Kontrolle, wir müssen uns auch zurückziehen. Seehofer hat nix anderes zu sagen als das diejenigen, die Anti – Israel – Parolen und Anti – Juden – Parolen von sich geben, die Härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen. Eine wahre Lachnummer, die Aussage. Erst einmal bekommen die Polizisten vor Ort die ganze Härte der Demonstranten zu spüren, bis Seehofer sich eventuell aufrafft, gegen die bereits passierten und immer wieder aufflammenden zahlreichen Demos in Deutschland vorzugehen, indem er diese einfach mal verbietet.

(Können ja auch die Länder und Städte vor Ort machen) Er sitzt er das lieber aus – denn Pfingsten kommt ja und bis dahin könnte ja alles vorbei sein, also erst einmal abwarten. Bei sogenannten rechtsradikalen Demos ist er nicht so zimperlich, schon dumm wenn man Angst vor dieser Bevölkerungsgruppe hat, die Merkel sei 2015 vermehrt ins Land geholt hat und jetzt nicht mehr kontrollieren kann. Auch Seibert, Regierungspresseprecher, der nur Fakten und Transparenz verbreitet bei der Bundespressekonferenz, antisemitische Kundgebungen wird unsere Demokratie nicht dulden. Ach nee, Herr Seibert, wieso dann die vielen wie Sie sagen „ Antisemitischen Kundgebungen „ in Deutschland ? KEINE wurde verboten; Herr Faktenverbreiter.

Und weil´s so schön ist reiten jetzt Herr Weber und Friedman mal wieder auf der rechtsradikalen Welle rum und sehen eine Mitverantwortung für die antisemitischen Ausfälle durch den Nahostkonflikt durch eine Partei in Deutschland, die permanent in die rechte Ecke gedrängt wird. Als ob die radikalen Palästinenser in Israel die Hilfe von einer deutschen Partei brauchen, die kennen die Partei gar nicht. Wie dumm solche Äusserungen insbesondere von Friedman sind, der seinem früheren Sendungsnamen in HR – Fernsehen „ Vorsicht Friedmann „ alle Ehre gemacht hat und die Sendung daraufhin verloren hat, zeigt die Tatsache, das der Nahostkonflikt schon Jahrzehnte andauert.

Die Partei zu dieser Zeit gar nicht existierte. Woher die dann wohl ihren Antisemitismus 1980 hatten ? Und das diese ganze Eskalation nicht nur mit den aktuellen Vorkommnissen zu tun zeigt, zeigt ein Interview bei Bild Online, das 2 jetzt 7 Jahre in Deutschland lebende Syrer zeigt die von der Besetzung und Annektierung des Landes durch Israel im Jahre 1948 reden. Sie sagen ganz klar, das Israel und Palästina niemals zusammen existieren können. Sie kämen aus Afrika, Europa und Asien. Sie hätten keine Heimat. Auf die Frage des Moderators, wo sie denn hinsollen wenn nicht in Israel die Antwort: Keine Ahnung, das ist nicht unser Problem, die Politiker können eine Lösung finden, aber Hauptsache nicht in Palästina. Sie können in die Sahara.

Aha, das sind also unsere neuen Mitbürger, die selbst mal Geflüchtete waren und sich hier eingenistet haben in Deutschland, das sind die Freunde von Frau Merkel, ihre geliebte Vielfalt. Da hat sie sich wohl etwas verrechnet, das kommt davon, wenn man erst handelt dann darüber nachdenkt. Klar sind das Einzelmeinungen, aber es ist schlimm genug, das junge Ausländer genau dieses Bild haben und verbreiten. Und woher sie das Feindbild haben, ist wohl klar. Uupps, plötzlich meldet der Fraktionschef der CDU Brinkhaus, Kritik an der Integrationspolitik an.

Er redet von Verwirkung von Gastrecht, Deutschland müsse seinen Wertebehalt stärker einfordern. Aber Herr Brinkhaus, das hört man ja gar nicht gerne. Bitte aufpassen, da wird man schnell zum Rassist und ist parteilich weg vom Fenster, denn Wahrheiten in diesem Bereich hört man nicht gerne. Herr Röttgen redet gar im Bundestag von israelfeindlichen Sendungen im TV, die hier in Deutschland millionenfach empfangen werden. Wie schnell doch die Stimmung kippen kann.

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