Sonntag, 23.09.2018 10:37 Uhr

World Money Fair vom 02. - 04. Februar 2018 in Berlin

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 04.02.2018, 18:03 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Hildebrandt Bericht 6090x gelesen
Mit einem Fisch bezahlen
Mit einem Fisch bezahlen  Bild: Uwe Hildebrandt

Göttingen [ENA] Ich war am Freitag gleich zum Start auf der weltgrößten Münzmesse in Berlin, der World Money Fair 2018, die noch bis heute Abend im Estrel Hotel läuft. Hier kann man aus fast allen Ländern der Erde Münzen, Banknoten, Medaillen in allen Preisklassen erwerben.

Aber auch ein Tausch und Verkauf ist hier möglich, denn es finden sich nicht nur diverse Nationalbanken versch. Staaten, sondern auch internationale Händler und Kleinsthändler. Allerdings bietet die Messe nicht nur aktuell Ware an, sondern auch eine Vorschau auf kommende Zeiten, so das vermeintliche tolle Produkte noch gar nicht auf dem Markt vorhanden sind bzw. als Privatperson auf der Messe auch nicht geordert werden können.

Das tun die Distributoren für uns, und da habe ich doch tatsächlich heute den aus TV bekanntesten Vertreter des renommierten Münzhauses Reppa, den Geschäftsführer Herrn Ralph Reppa persönlich getroffen, der gerade in illustrer Runde dabei war, einige Empfänge und Gespräche auf der Messe zu tätigen. Denn eine der Aufgaben von Distributoren, und zu einem der größten in Europa mit besten Kontakten in der ganzen Welt zählt Herr Reppa ganz sicher, ist es, Münzen einzukaufen und weiter zu verteilen an Händler oder auch Direktverkauf z.B. in TV Verkaufssender vorzunehmen. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, hat Herr Reppa gerade den neuen Numisbrief zum Gedenken an Helmut Schmidt mit der Nummer 0001 in Empfang nehmen können.

50 Jahre VfS - Ausgabestelle für Sammlermünzen Deutschland - Die Torte ist fertig

Der soll bei der nächsten HSE 24 Sendung verkauft werden .... nee, hab mich verhört, den wollte Herr Reppa dann doch behalten, aber der Brief an sich könnte schon demnächst im TV auftauchen. Was auf der Messe sonst noch aufgefallen ist, die Münzen klassischer runder Art mit einfacher Prägung werden immer weiter abgelöst, Deutschland ist da noch eine große Ausnahme, als einzige Innovation wurde vor 2 Jahren ein Polymerring eingeführt bei den neuen 5 Euro Münzen; diese schlugen bei den Sammlern wie eine Bombe ein, und von der Idee, den 5 Euro Schein abzulösen, konnte keine Rede mehr sein, denn alle 5 Euro Stücke befinden sich quasi in Sammlerhände.

Wie Ihr ebenso auf Fotos sehen könnt, gibt es nunmehr nicht nur alle erdenklichen Formen von Münzen (Fische, Schlüssel, Kugeln, Pyramiden, Eier, Hufeisen, Blätter und Blüten usw), sondern auch die Gestaltung nimmt immer künstlerischere Formen an. Die Münzen werden ja schon seit einiger Zeit coloriert, auf alt „ getrimmt „ als Antik Finish – Ausführung; inzwischen gibt es Sie bestückt mit Edelsteinen, Glasintarsien, Glasfenstern, Meteoritenstücken, mit Hologramm oder in 3D, mit lichtabhängiger Farbveränderung usw. Absolutes neuestes Highlight, und es bleibt abzuwarten, inwiefern sich Kosten der Herstellung mit den Verkaufspreisen decken, ist eine Münze mit einer Auflage 499, die Anfang März auf den Markt kommen soll.

Ganze 3 Unzen schwer aus Silber

Sofern dann noch freie Stücke verfügbar sind: Das Bild auf der Vorderseite der Münze ist ein Mosaic aus sage und schreibe 5000 Micromosaicen und stellt dann das Gesamtmotiv dar. Erhältlich ist das einzigartige Stück (eventuell noch) bei Powercoin Italien. Und als Ausgabeland hält Palau seinen Namen. Die Frage die immer wieder gerade unter Sammlern, insbesondere neuen Sammlern auftaucht: Gerade die Münzen aus so kleinen oder manchmal eher armen Ländern wie Kamerun, Palau, Nauru, Tokelau usw. bringen scheinbar sehr schön anzusehende Münzen, Serien und das nicht zu knapp auf den Markt. Wie kann das sein wenn große Nationen wie z.B. Deutschland zum einen weniger Münzen als auch vermeintlich optisch nicht so ansprechende Münzen bietet ?

Nicht nur ein Glücksbringer

Die Antwort scheint klar: Die Länder vergeben Lizenzen zur Herstellung von Münzen in Ihrem Namen. Der Hersteller kann dann quasi die Auflage und Aussehen bestimmen,meist sind die Münzen nur von geringem Nennwert, so das das vermeintlich echte Zahlungsmittel natürlich nie dafür genutzt wird, weil es sich gegenüber den Anschaffungskosten auch niemals lohnen würde. Hier handelt es sich um speziell produzierte Sammlermünzen. Wer hat schon einmal mit einem Silberfisch bezahlt oder wollte für ein Hufeisen eine Cola kaufen, sicherlich etwas abwegig.

Aus der Serie Sonne und Mond
Bald ist ja Ostern
Könnte auch eine Art Ritterorden sein
Der Mount Everest jetzt auch zum Besteigen auf einer Reliefmünze

Das Angebot auf der Messe war wie immer groß, am Samstag war sozusagen Großkampftag angesagt, üblicherweise der stärkste Tag von den 3 Tagen Messe, und Holland als Ehrengast hatte ja einen Penny mit 2500 Stück und einen Münzsatz mit 500 Stück Auflage extra zu dieser Veranstaltung geprägt; die Restbestände werden wohl ruckzuck weg sein. Und nicht vergessen: Die VfS, Versandstelle für Sammlermünzen, nimmt Vorbestellungen für den neuen 5 Euro Polymer 2018 an, das hier eine vielfache Überzeichnung bevorsteht, ist schon jetzt klar. Abgerundet wird das Angebot mit vielen alltäglichen Gebrauchsgegenständen; von Münzalben, Schweberahmen und Münzkapseln bis hin zu Katalogen, Reinigungsbädern und vieles mehr.

Wer es nun nicht geschafft hat, die Münzmesse zu besuchen, lädt sich einfach die Ausstellerliste der Messe runter und hat so einen Überblick auch über internationale Händler, aber am wichtigsten: Auch alle anwesenden Nationalbanken haben hier Ihre Webseiten abgelegt, ein Hineinschauen lohnt sich immer. Alle Messeinfos unter: www.worldmoneyfair.de

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