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Demo gegen Rechts in Göttingen 16.03.2024

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 17.03.2024, 03:53 Uhr
Presse-Ressort von: Uwe Hildebrandt Bericht 5165x gelesen
Auftaktkundgebung vor dem Unigebäude
Auftaktkundgebung vor dem Unigebäude  Bild: Uwe

Göttingen [ENA] Bei recht schaurigem Wetter war es heute mal wieder soweit: Eine sogenannte Demo gegen Rechts war angesagt. Was wollten uns die Veranstalter damit sagen ? Demo gegen Rechtsverkehr, gegen Schreiber mit Rechts, sogenannte Rechtshändler, rechter Spurführung ?

Wir wissen schon was damit eigentlich gemeint ist warum sagt es der Veranstalter dann nicht klar, gegen Rechts zu sein, was bedeutet das ? Nix. Aber ok. Gegen 12 Uhr war erst einmal eine Auftaktkundgebung am Auditorium geplant, 2 Musikwagen waren schon auf dem Aulaplatz positioniert, eine der ersten Gruppierungen waren die Omas gegen Rechts (schon wieder), die sich vom Bahnhof her aufmachten, den Kundgebungsplatz zu erreichen. Nanu, vom Bahnhof kamen die ? Sind die womöglich gar nicht aus Göttingen ? Und ich dachte immer, die kämen aus dem GDA Wohnstift und so. Aber offensichtlich weit gefehlt.

Die eigentliche Organisation Omas gegen rechts hat ja dann auch rein gar nix mit Göttingen zu tun und kommen lt. Impressum aus Hammah (nie gehört), das liegt im Landkreis Stade, Himmelpforten liegt gleich daneben; na das passt ja. Zu Beginn der Redner waren etwa 500 Kundgebungsteilnehmer auf dem Platz versammelt, eine gute Sache diesmal, das weder irgendwelche Parteien noch Frau Broistedt, dessen ideologische Meinungen wir alle bereits über Bedarf kennen, zu Wort kamen. Stattdessen als Sonderrednerin eine Muslimin im nach meinem Empfinden Kindesalter vom Jugendparlament Göttingen.

Sie sieht die blaue Partei auf TikTok stark vertreten da müssen man mithalten. Klar, eine Plattform, bei der sich so Kinder wie sie über aktuelle Themen rechtssicher informieren. Es mache Mut und Hoffnung, immer wieder zusammen auf der Strasse zu stehen. Ach, wie lange steht sie denn schon in Göttingen auf der Strasse ? Sie fordert respektvollen Umgang miteinander – aber nur einseitig, oder ? Denn andere Meinungen sind ja in vielen Bereichen nicht erwünscht. Sie habe in den letzten Jahren bestimmte Verhaltensweisen unter Lehrkräften und jugendlichen in der Schule beobachtet, die sich ausbreiten. Was sie dann aufzählt, ist ihr wohl eher aufgeschrieben worden als wirklich passiert. Sie will eine Kultur von Respekt und Toleranz fördern.

Treffen am Auditorium
Treffen am Auditorium
Treffen am Auditorium

Na dann ist sie ja völlig deplatziert auf dieser Demo, die gibt es hier nämlich nicht, abgesehen davon: Wie wäre es denn mal, diese Werte in ihrem Heimatland zu hinterfragen, da gibt es wohl eine deutliche Rückständigkeit, auch was den Koran angeht. Stichwort: Ungläubige und Schwule. Göttingen soll ein Ort der Vielfalt, Respekt und Solidarität sein. Und jeder könne mithelfen. Ach, aber nur da, wo diese Gutmenschen es auch wollen, oder ? Gilt nicht für jeden; hat sie vergessen zu erwähnen. In der Stadt wäre kein Platz für Rechtsextremismus – aber wohl für Linksextremismus und Islamextremismus oder hat sie auch Bildung- und Wissenslücken, die sie den Vertretern rechter Gesinnung vorwirft ?

Was fiel denn noch so auf dem Aulaplatz unangenehm auf ? Ausgerechnet die Omas gegen rechts, wieder ihre weissen Westen tragend, nur wenige Meter entfernt vom Pulk der Antifa, dem schwarzen Kern der Demo, die sich wie immer mit ihren Fahnen und teilweisen Vermummungen präsentierten. Zu dieser Zeit aber noch ein kleiner Personenkreis von unter 10 Personen, aber unpassend zu den Omas, denn hier traf Demokratie auf Demokratiefeindlichkeit bzw. Demokratieablehnung, und das sich dort ausgerechnet die Omas wohl fühlten, läßt weit blicken. Da halfen auch die Omagesänge nicht, die klassische Lieder mit eigenen polarisierenden Texten umgestaltet hatten, die sie in Omas Nähstube bei Kaffee und Kuchen einstudiert hatten.

Blick über den Auftaktkundgebungsplatz
Blick über den Auftaktkundgebungsplatz
Blick über den Auftaktkundgebungsplatz

Während eine Partei mit ihren bei einigen Onlinebesuchern für Umut gesorgtem Schild mit der Aufschrift: Nazis töten dabei waren, hatte ein anderes junges Mädchen ein unter Schwerstarbeit erstelltes buntes Schild mit der Aufschrift: Auch Nazis essen Döner dabei. Was wollte sie uns damit sagen ? Dürfen die keinen Döner essen ? Jeder darf ja bisher noch essen was er will – auch wenn inzwischen das Institut für Ernährungsberatung oder so ähnlich empfiehlt, nur 1 Ei und 300g Fleisch pro Woche – aber das ist ein anderes Thema. Die IGS Bovel dagegen propagandierte für Vielfalt.

Ach, ob die wohl die Vorkommnisse in Köln meinen, wo in einer Gesamtschule wegen dem Ramadan Schülern von 2 Lehrerinnen verboten wurde, während des Tagesunterrichts zu essen und zu trinken ? Das ist aber eher Einfalt statt Vielfalt und ganz nebenbei nicht hinzunehmen. Pressetechnisch wurde das Ganze von Gusto Hernandez Moreno Morales, der in Göttingen sehr aktiv ist und seine Videos auf YouTube und Facebook postet, betreut. Er brachte Frau Broistedt ein wenig auf die Palme, als er sie vor dem neuen Rathaus wegen angeblicher Verfehlungen einer Firma in Rosdorf ansprach.

Der Göttinger Starjournalist Moralez im Einsatz
Die Oberbürgermeisterin Frau Broistedt sichert Beweisfotos
Polizeihauptwachtmeister Ehrhard regelt die Absperrungen

Die soll angeblich Geflüchtete 8 Stunden im Stehen arbeiten ließe und nun von ihr wissen wollte, was die dagegen tun sollen. Ein wenig Verwirrung, dann die Antwort: An die Gewerkschaft wenden. Und ich sage dazu: Also als Verkäufer im Einzelhandel steht man auch den ganzen Tag, in der Apotheke, am Flughafen, bei VW am Band, sonstwo. Ganz normal. Neben Herrn Brakemeier, GT, der sich gleich nach der Rede der muslimischen Jugendparlamentsrednerin ihre Rede und den Namen geben ließ, war auch der inzwischen 35 Jahre beschäftigte Fotograf beim GT Herr Heller wieder mit dabei, ein Urfotografengestein in Göttingen, der mal als Rekord 22 Veranstaltungen an 2 Tagen besucht hat.

Aufstellung der Demo erfolgte dann auf der Kreuzung Weender Landstrasse Nikolausberger Weg Weender Strasse Berliner Strasse, der Zug lief dann Richtung Bahnhof, um dort nochmals anzuhalten und ging dann weiter zum neuen Rathaus auf dem Hiroshimaplatz zur Abschlußkundgebung. Statt der angemeldeten 17 Uhr Kundgebungsschluß war dann schon gegen 14.30 Uhr alles vorbei. Angemeldet war die Veranstaltung für 3000 Teilnehmer, lt. Polizei waren es um die 1600 Teilnehmer, ich hätte sogar mehr als 3000 geschätzt, aber… Die Sprüche von wegen wir sind viele, wir sind mehr sind natürlich alles Parolen ohne Sinn, denn bei einer Bevölkerungsanzahl von rund 131.000 Bewohner sind selbst 5000 Teilnehmer nicht einmal 4 % der Bevölkerung, also minimaler Teil.

Es geht los Richtung Bahnhof
Die Omas gegen Rechts
Und der Antifa Block

Wenn dann noch die Antifa, Linke und Grüne abgezogen werden, die nur aus ideologischen, nicht aus tatsächlichen Gründen dabei sind, können wir die Zahl nochmals halbieren. Aber ok. Nicht ok dagegen fand ich die Aktionen einiger Eltern, Kleinkinder im Kinderwagen mitzuführen und Kinder im Alter unter 10 Jahren, die auch noch Schilder mit Parolen in den Händen hielten, natürlich gar nicht wußten, wofür sie eintreten, quasi von den Eltern genötigt und benutzt wurden, um die Überzeugungen der Eltern zu transportieren. Abgesehen davon erinnerte mich das Ganze an die Demos in Lützerode, wo sich auch Kinder bei den Demos befanden die dann in den Strudel Polizei gegen gewalttätige Demonstranten gerieten.

Und dann die Eltern rumjammerten, sie hätten Kinder dabei -bitte Vorsicht. Wer so verantwortungslos mit seinen Kindern umgeht, sollte vielleicht mal beim Jugendamt vorgeladen werden. Meine Ansicht. Auf jeden Fall fühlen sich jetzt einige Demonstrationsteilnehmer, wahrscheinlich auch die Omas, wieder besser und können nun ruhig ins Wochenende starten. Aber eine Frage hätte ich da noch: Wo waren eigentlich die Opas gegen Rechts ? Oder finden das die Männer der Omas gar nicht lustig ?

Kinder mit Parolen find ich absolut daneben
Kinder mit Parolen find ich absolut daneben
Kinder mit Parolen find ich absolut daneben
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