Ein Herz für Kinder – aber ohne Politik 11.12.2024
Berlin [ENA] Dezember, die Zeit, wo sich wieder viele Menschen an den Kummer und die Sorgen anderer erinnern, die kein Weihnachtsfest, keine Weihnachtszeit verleben können. Für die alles normal bleibt wie immer, aus Gründen des Geldes. Dazu gehören insbesondere auch Kinder.
Ob Rentner, Bürgergeldempfänger oder aus welchen Gründen auch immer bleibt es einer immer größer werdenden Zahl von Bürgern verwehrt, sich auf dem Weihnachtsmarkt mal etwas zu gönnen, große Geschenke für Angehörige zu kaufen oder aktiv am Weihnachtsleben teilzunehmen, und das mit Freude. Dazu gehören insbesondere auch Kinder, die meistens auch nicht selbst die Möglichkeit haben, diese Situation selbst zu ändern. Neben vielen weiteren Spendensendungen in diesem Monat hat sich auch diese Spendengala im ZDF etabliert und spricht viele Bürger an.
Was viele nicht wissen: Es ist nicht einfach eine Spendengala des ZDF, sondern „ Ein Herz für Kinder „ ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der 1978 vom Axel Springer Verlag und der Bild – Zeitung als Hilfsorganisation ins Leben gerufen wurde, damals war der Name entsprechend noch „ Bild hilft e.V. Und die Aufgabe: Die Sicherheit von Kindern im Strassenverkehr fördern. Ende der 80iger Jahre dann wurde nicht nur der Name geändert, sondern auch die Aufgaben vielfältig erweitert auf alle Lebensbereiche. Die Fördermittel und Spenden werden lt. Satzung zu rund 66 \% in Deutschland, der Rest im Ausland eingesetzt.
Seit der Gründung gab es die Spendengala einmal jährlich in der ARD; seit 2001 dann bis heute im ZDF. Die Spendensummen haben sich im Jahresvergleich über die Jahre hinweg immer gesteigert, zwischen einzelnen Jahren gab es immer mal einen Knick. Zum Vergleich: Im Jahr 2001, dem ersten ZDF Jahr, war die Spendensumme umgerechnet rund 2.1 Millionen Euro, der absolute Höhepunkt 2021 mit über 27 Millionen Euro. Dieses Jahr, um es vorweg zu nehmen, kamen rund 23.6 Millionen Euro zusammen. Üblich ist es in den Spendengala – Live – Sendungen, das sich im Saal einige Prominente befinden, die die Bürger, die über Telefon spenden wollen, mit Glück erreichen und persönlich sprechen können.
Die anderen landen in einem Callcenter und können dort die Spende bekannt geben. Dieses Jahr waren unter den in Studio erreichbaren und ich rede bewußt nicht von Promis auch einige hochrangige Politiker wie Friedrich Merz, Herr Lindner, Herr Lauterbach, Herr Klingbeil, um nur wenige zu nennen. Natürlich waren auch Stars und Sternchen aus Plattformen wie YouTube, TikTok whatever eingeladen. Moderiert wurde die Sendung vom altbekannten Moderator Johannes B. Kerner, auch Ralf Schmitz war mit von der Partie. Insbesondere Ralf Schmitz hatte die wie jetzt bekannt ist traurige Rolle, von den Politikern eine möglichst hohe Spendensumme herauszukitzeln. Ich glaube jeder hatte so eine gewisse Spendenhöhe bei Politikern im Kopf.
Angesichts der üppigen Diäten, teilweise sonstigen Bezügen aus Aufsichtsräten, Anwalttätigkeiten whatever eben wie ich eine 5-stellige Summe, ich sage das so klar. Doch da wurden alle, einschließlich der Kinder, bitter enttäuscht. Ralf Schmitz versuchte beim bayrischen Ministerpräsidenten Söder mit einem kleinen Witz mehr Geld heraus zu kitzeln, scheiterte doch kläglich: „ Herr Söder, sie wollen doch die Grünen loswerden… Ich meine nicht die Partei, sondern die Scheine „. Der Witz war gut, die Reaktion eher dürftig. Herr Söder selber wagte es wohl kaum auszusprechen: 2 würde er spenden. Auf Nachfrage von Schmitz sagte er dann 2000. Dann Herr Merz, der konnte noch besser:
Also er spende 100 Euro pro Prozentpunkt, den die CDU in der höchsten Umfrage bekommen würde. Als Schmitz etwas geknickt reagierte relativierte er: Das wären ja bei 40 \% 4000 Euro. Dazu sage ich: Die CDU wird natürlich nie 40 \% erreichen, und selbst die 4000 Euro sind angesichts der Geschichte von Herrn Merz, mehrfach Bundestag, Parteivorsitzender und Black Rock, beschämend, so finde ich. Später folgte auf TikTok ein Video von Herrn Merz, wo er die Sendung als gelungen betitelte und auf seine Spende in Höhe von 4000 Euro hinwies. Ach, hat er sich zumindest da noch rumgerissen ? Wen haben wir denn noch ? Ach ja, unseren ehemaligen Finanzminister Herrn Lindner. Parteivorsitzender, Mitglied des Bundestages, 3 Jahre Finanzminister.
Zwischendurch Inhaber einer Werbeagentur und Mitgründer einer Internetfirma, Mitglied im Verwaltungsrat KfW und in 2 Kuratoriums. Auf die Frage von Schmitz wegen der Spende: „ Sie kennen ja meine berufliche Situation „. Ein Lacher, total witzig… oder auch nicht. Auch hier nur 2000 Euro. Ganz besonders engagierte sich Lars Klingbeil von der SPD. Bundesvorsitzender mit vielen Aufgaben und Posten seit 2001. Satte 500 Euro war die äusserst großzügige Spende. Kaum erwähnenswert. Ich hatte eher den Eindruck, das die Teilnahme von manchen Politikern an dieser Sendung eher dem „ Gesehen werden zum Wahlkampf „ gedient hat und einer Art Eigenwerbung.
Und weiter möchte ich sagen, das es Fälle gibt, wo die Kosten von Politikern, die durch den Auftritt in der Sendung entstanden sind, über der Summe der Spende liegen. Bedeutet: Wären die zu Hause geblieben und hätten nur die fiktiven Kosten gespendet, hätten die Kinder mehr gehabt. Nur zur Aufklärung: Die Auswahl der hier genannten Politiker ist zufällig und stellt nur einen Querschnitt dar, ist also nicht abschließend es waren natürlich mehr Politiker in der Sendung. Und jetzt mal zu 4 wahren Helden des Abends, sozusagen die Spendenhighlights für mich. Zuerst sei da Twenty4Tim genannt, ein Influencer auf vielen Plattformen, ein Sänger.
Er ließ es sich nicht nehmen die Summe von 20.000 Euro zu spenden. Auch der Influencer Joel, bekannt unter anderem durch die zahlreichen TikTok Videos so aus meiner Sicht, gab eine Spende von 8000 Euro. Klar, alle reden immer davon, das Profifussballer viel verdienen. Ist ja auch so, aber wenn Tony Kroos 10000 Euro gespendet hätte keiner hätte ihm das übel genommen. Aber nein, er haut einen raus und gibt satte 100.000 Euro in den Pott. Johannes B. Kerner traut sich dann auch an Katja Krasavice heran. Sie ist eine vielbeschäftigte und aktive Person, tätig im Bereich Sängerin, Rapperin, Schauspielerin, Autorin und Webvideoproduzentin. Der letzte Coup gelang ihr mit Getränkehersteller Unibev und der Eistee-Marke BraTee.
Die zu großem Erfolg führte. Das sagte sie dann auch ganz offen in der Sendung. Als Herr Kerner sie auf ihr letztjähriges Engagement mit 50.000 Euro Spende ansprach war er sichtlich überrascht und fast sprachlos, als sie ankündigte, dieses Jahr 100.000 Euro spenden zu wollen. SOLCHE Leute braucht das Land, und damit meine ich die 4 letztgenannten. Jeder kann und darf soviel verdienen wie er will und kann, aber in den Zeiten der Not und der Hilfen zeigt sich das Engagement für die Bedürftigen. Und das haben diese Leute gezeigt. Und da fand ich auch die Bemerkung von Herrn Kerner bei der Verkündung des insgesamt gespendeten Betrages während der Sendung sehr passend, ist aber völlig untergegangen.
Freute sich sichtlich und lobte die Spendenhöhe gerade aufgrund der derzeitigen schweren Zeiten. Diesen Lob kann sich leider nicht jeder zu eigen machen. Aber ich fand nicht alles gut. Ich habe mir viele vorgestellte Projekte angeschaut: Der überwiegende Teil waren ausländische Projekte. Und natürlich minutenlang die Kinder in der Ukraine mit dem Werbebild Klitschko. Obwohl die Ukraine schon Abermilliarden Euro Winterhilfe und Co. Bekommt. Da bleiben für mich 2 Fragen: 66 \% für deutsche Projekte, oder haben wir so gut wie keine ? Und wieviel Euro hat eigentlich Klitschko gespendet ?




















































