KI Robotics Security Energy DIE Themen der Hannovermesse
Hannover [ENA] Die Hannovermesse ist gerade mal rum, schon stehen die diesjährigen Big Themen der Messe fest. In insgesamt 15 Hallen wurden dem Mittelständler, dem Eigenheimbesitzer und allen Interessierten neueste Techniken und Trends in vielen wichtigen Bereichen vorgestellt.
Und ja, in den heutigen anspruchsvollen Zeiten, in denen die Wirtschaftsbetriebe in Deutschland, ob klein oder groß, ums Überleben kämpfen, um das Bestehen in der Welt gegen preiswerte Konkurrenz kämpfen und sich auch gegen grüne ideologische Verboten und Restriktionen durchsetzen müssen, wird es mehr denn je wichtiger, mit Entwicklungen auf den Markt zu kommen, die nicht unbedingt die preiswertesten sein müssen, was deutsche Betriebe sowieso nicht leisten können, aber innovativ, praktisch gut einsetzbar und mit hoher Qualität einhergehen. Natürlich muß auch der Preis sich in gewissem Rahmen bewegen.
Um eine Produktion mit diesen Kennzeichen leisten zu können, ist es besonders für produzierende Industrie wichtig, auf bezahlbare günstige Energie setzen zu können, eventuell in diesem Bereich umsteigen zu können ohne dem Hype um den Klimawandel zu bedienen; hier geht es rein um rationale Ideen, wie eine Produktion bei gleicher Leistung günstiger betrieben werden kann. Und natürlich kommt immer mehr die Fertigung von Teilen oder ganzen Gebilden den KI gesteuerten Robotern zu, die inzwischen in der Industrie nicht mehr wegzudenken sind und demnächst auch einen Einzug in private Haushalte oder Kleinstbetriebe, Stichwort Reinigung oder Service, halten können und werden.
Das wichtigste Thema überhaupt war der Bereich Sicherheit, Cybersecurity, wie immer man das nennen will. Nennen sie einen Bereich der Industrie, des mittelständischen Betriebs, eines Bäckers, eines Friseurladens oder privat, wo das kein Thema ist, mehr oder weniger. Ich sage es ganz einfach: Für jeden, der ein Device mit Internetzugang besitzt, ist es ein Thema. Doch viele verdrängen oder wissen es einfach nicht, ganz zu schweigen wie im Problemfall damit umzugehen. Gerade durch die aufkommende und sich ständig verbessernde KI wird das Ganze in einen neuen Problembereich gehoben, der nicht mal einfach mit einem Viren- oder Securityprogramm gefunden und vernichtet werden kann.
Deepfakes, wie sie genannt werden, zeigen uns Videos von Personen, die mit passenden Mundbewegungen etwas sagen, was sie gar nicht gesagt haben. Personen werden auf andere Körper projeziert, und neueste Techniken schalten eine KI Fakeperson sogar bei einer Videokonferenz zu ohne das einer der anwesenden Personen merkt, das diese gar nicht anwesend ist. Und wer kommt schon auf die Idee, etwas zu hinterfragen, was absolut echt und authentisch daherkommt ?
Deshalb wunderte mich umso mehr, das das BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, auf der Hannovermesse mit einem Ministand ausgerechnet neben der Live – Bühne eher unterrepräsentiert war, wo doch gerade die digitalen Rückstände bei der Bundesregierung und Ministerien eklatant sind im Vergleich zu anderen EU Ländern, auf der anderen Seite viel Informationsbedarf bei jedermann besteht. Die Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit der Cyberkriminalität ist so immens, egal ob nun Russland, China, Indien, Nordkorea oder wer auch immer der Hauptschuldige sein soll, das weder Mitarbeiter noch vorhandene Sicherheitssoftware immer alles abdecken kann.
Deshalb gehen insbesondere mittelständische Betriebe, die keine große Sicherheitsabteilung, sondern allenfalls einen Administrator oder Sicherheitsbeauftragten haben, dazu über, ihre Server und Anlagen von einer externen Firma in Echtzeit überwachen zu lassen. Die Kosten dafür sind im Vergleich für einen Schadensfall, der schnell eintreten kann, ein Minimum. Aber trotzdem mußte ich ein altes aber dennoch aktuelles Thema aufgreifen und beim BSI zur Sprache bringen: Wir erinnern uns:
Zu Beginn des Ukrainekrieges wurde vom Chef des BSI die Software der Firma Kaspersky dahingehend diffamiert, es könne ja möglich sein, das diese Software Daten nach Russland übermittelt, und es wurde abgeraten, ein Produkt dieser Firma zu kaufen. Schon damals waren die Produkte der Firma in allen Testlisten auf TOP – Plätzen. Es wurde nie ein Beweis erbracht, das an dem Vorwurf was dran war, der Schaden war für Kaspersky groß die sich mit Recht später gerichtlich gewehrt haben. Und heute: Das einzige was das BSI dazu zu sagen hat: Man habe ja damals nie behauptet, das die Software spioniere, man habe nur auf die Möglichkeit hingewiesen. Ach, na sowas.
Die Strategie und das gewünschte Ergebnis war doch damals klar. Sonst hätte der BSI Chef ja gleich sagen können, jede Sicherheitssoftware kann natürlich Daten vom Rechner irgendwohin übertragen. Nein, die Aussage betraf nur Kaspersky. Natürlich wissen alle warum. Ausreden helfen nicht. Sehr interessant im Zusammenhang zum KI und Sicherheit der Vortrag von Oberst im Generalstab Sendner Vom Planungsamt der Bundeswehr Standort Berlin – Köpenick, Bereichsleiter und Beauftragter KI.
Das mit rund 500 Mitarbeitern und einem Planungsvolumen von rund 54 Milliarden Euro / Jahr und einem sogenannten Planungshorizont von 15 Jahren eine Mammutaufgabe vor sich sieht, alle Bereiche der Bundeswehr digital und KI gesteuert auf Vordermann zu bringen. Dabei sind nicht nur Vorgaben der EU und EU Länder zu berücksichtigen, sondern bestehen natürlich auch Absprachen und Gemeinsamkeiten untereinander, über die Oberst Sendner aus Geheimhaltungsgründen nicht detailliert reden durfte. Aber eines wurde mir im Laufe des Vortrags dann doch klar: Das Wort Verteidigung war auf den Charts weniger vorhanden.
Wohl aber die Aussage über einen Kompass, man kann auch sagen Fahrplan für eine KRIEGSTÜCHTIGE Bundeswehr. Wie dramatisch es insbesondere im Bereich Sicherheit in den Ministerien steht, zeigte der anschließende Vortrag des Leiters IT – Sicherheit und IT Dienstleistersteuerung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Herr Schmidt. Er erklärte unter anderem, das trotz des Anstiegs der Beschäftigtenzahlen seit 2018 um 30 \% auf derzeit rund 2500, davon allein 70 IT Mitarbeiter, das nicht reichen wird, um sich den neuen Herausforderungen und Umstellungen zu stellen.
Er müsse in Zukunft massiv weitere Stellen schaffen. UUpps, das kollidiert aber klar mit der Aussage von Philipp Amthor bei Frühstart vor einigen Tagen, Zitat: Ein moderner Staat macht mit weniger Personal bessere Arbeit (Zitatende). Tja, da muß Herr Schmidt gefehlt haben. Abschließend zu diesem Thema muß ich sagen, nach meiner Erfahrung sind sie ohnehin in Sachen Information und Hilfe besser bei Sicherheitsfirmen aufgehoben als sich staatlich beraten zu lassen. Denn wir wissen ja, wie es um Digitalisierung und KI beim Staat derzeit steht. Ich jedenfalls habe den Eindruck bekommen, das die Bundeswehr schon jetzt in Sachen Digitalität und KI besser aufgestellt ist als der Rest des deutschen Staates.
Kommen wir zum Thema Robotics. Da gab es auf der Messe in einer Extrahalle diverse Lösungen in allen möglichen Bereichen. Auch der Klimaschutz fließt inzwischen hier mit ein. Eine Ausstellung hat mich dabei aus Interesse besonders angesprochen: Das Projekt nennt sich SmartSylvan und wird von CEO & Founder Dr. Parisa Kloss mit ihrem Ehemann vorgestellt. Worum geht es ? Es handelt sich einfach erklärt um einen Pflanzenkübel, den es in versch. Größen gibt und hauptsächlich outdoors zum Einsatz kommt. Zum Beispiel auf einem großen sonnigen Platz, im Park, auf einem Firmengelände. Diese Kübel, die auch mit einer Sitzfläche erhältlich sind (Fotos ansehen) haben erst einmal die Eigenschaft, in einem Bereich eine kleine Oase zu bilden.
Die sorgen durch die Pflanzen in den Kübeln für einen schattigen und kühleren Platz sorgen als drumherum. Das Besondere: Diese Kübel sind nicht statisch, wandert die Sonne weiter, bewegen sich die Kübel KI gesteuert mit der Sonne weiter, so daß sie nicht irgendwann im Schatten stehen. Dadurch sind sie flexibel einsetzbar und natürlich auch per Fernbedienung gezielt steuerbar. Im Prinzip kann für jeden Bereich eine beliebige Anzahl von Kübeln platziert werden.
Die Bepflanzungen sind dabei völlig frei, ob sie einen Palmengarten, eine Weihnachtslandschaft mit Tannenbäumen whatever kreieren wollen. Und weil sich die Kübel sehr langsam weiterbewegen, gibt es z. B. auch keine Probleme wenn Personen zum Smalltalk in der Nähe eines Kübels in der Sonne stehen. Diese Kübel gibt es im übrigen auch in Kleinformat, z.B. für ihren Hausgarten oder Terrasse, wenn das Kleingeld passt. So gesehen auf dem Messestand.
Aber auch in der Lebensmittelindustrie und in mittelständischen Unternehmen hält die KI Robotik Einzug. Nicht nur das inzwischen mit einer Kombination von 3D Druck und Robotik Materialien mit bestimmten spezifizierten Eigenschaften unter Beachtung lebensmittelwichtiger Vorschriften gefertigt werden können, zum Beispiel sorgt ein Backshopgreifer dafür, das keine händischen Eingriffe mehr, die mit hygienischen Defiziten einhergehen können, getätigt werden müssen. Andere sogenannte Transportroboter sind inzwischen in der Lage, Gewichte von bis zu 1 Tonne zu bewegen und autonom per KI von einem Platz zu einem anderen zu bewegen.
Unebenheiten in Hallen, Rampen, Bodenschwellen, und womöglich noch draussen ? Auch hier gibt es inzwischen von der Firma Innok Robotics viele Lösungen, auch draussen bei jedem Wetter agieren zu können. Was war sonst noch so ? Herr Scholz war nochmals da und gab sich am ersten Messetag beim Partnerland Kanada eher wortkarg, nachdem er einen Tag vorher ja nochmals richtig aufs Gaspedal getreten hatte. Dabei wurden ihm am kanadischen Messestand ein original kanadisches Eishockeytrikot mit der Nummer 25 und seinem Namen geschenkt. Lustiger und weitaus bürgernäher gab sich einen Tag später Herr Habeck.
Der kurzerhand sein Jackett auszog um sich das Trikot, übrigens mit gleicher Nummer wie Scholz, überzustreifen und dann wieder das Jackett anzuziehen. So werde er jetzt weiter den Messerundgang bestreiten, so seine Worte. Und auch das Partnerland des nächsten Jahres, Brasilien, war schon eingestimmt auf die Berufung, leider wurden große Teile der Vorträge in portugiesisch gehalten. Ja, und ich glaube, erstmals war ein Stand von Dubai und Saudi – Arabien dabei. Leider kann ich nicht sagen, ob Saudi – Arabien auf der Messe womöglich Rohöl angeboten hat, aber auf jeden Fall ist der Stand durch 2 Gegebenheiten aufgefallen:
Alle „ Mitarbeiter „ von Saudi Arabien trugen das landestypische Gewand Kandora oder auch Dishdasha genannt und natürlich die traditionelle Kopfbedeckung, die Agal, ein Kopfring, der zur Fixierung der Kufiya (die arabische Kopfbedeckung) benutzt wird. Und es war der einzige Stand, wo ich 2 Mitarbeiter mit einer Bewaffnung gesehen habe (Fotobeweis). Muß wohl seine Gründe haben.
Und dann war da noch die Firmengruppierung aus ich versuchs es mal Zhongguancun Science City, ein Kernbereich von Bejings International Center für Zukunfts- und Technologie – Innovationen. Insbesondere ist mir da über eine Presseeinladung die Firma Robint aufgefallen, die nicht nur Roboter für alle möglichen Anwendungsbereiche wie in Servicebereichen, in Krankenhäusern, zur Bodenreinigung anbietet, sondern auch einen Kleinbus, der autonom durch die Straßen fährt. Dieser 6 – Sitzer hat einen Fahrer, sondern die KI Steuerung sorgt dafür, das dieses Fahrzeug sicher eine vorgegebene Fahrstrecke absolviert. Für unerwartete Probleme gibt es 2 Lösungen: Derzeit muß noch eine Aufsichtsperson mit Führerschein an Bord sein.
Um jederzeit manuell eingreifen zu können. Die Technik soll aber bereits soweit sein, das das Steuerungssystem Meldungen an eine Zentralstelle abgeben kann, das dann wiederum mit einem Programmbefehl Einfluß nehmen kann. Einfaches Beispiel: Meldet die KI voraus ein Stau auf der Straße, kann von der Zentrale abweichend eine andere Strecke freigegeben werden. Leider liegen mir noch keine Fotos und detailliertes Material dazu vor, meine Anfrage nach China blieb unbeantwortet, ich habe mein Anliegen auf der Messe erneut vorgetragen.
Oha – Nicht zu vergessen der Leader´s Dialogue 2025 mit Robert Habeck. Der ließ sich gleich zu Beginn mit den Startups auf der Bühne ablichten. In 2 Stunden konnten interessierte Zuhörer dann aus erster Hand mit Worten diverser CEOs, CFOs, Geschäftsführern, Projektleitern, Einkäufern, Vorstandsmitgliedern und Managern erfahren, was denn so in der deutschen Industrie abgeht, wo die Probleme liegen, wo die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Kleinbetrieb noch verbessert werden kann, welche Unterschiede in Umsetzungen der Digitalität bestehen.
Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei der Gründer und Geschäftsführer von der Firma Integrated Worlds GmbH in Holzgerlingen Herr Bröhl, der mit vielen praxisnahen Beispielen einige der Problematiken aufgezeigt hat und eben einen klaren Umsetzungsunterschied gesehen hat bei Unternehmen mit 100 Mio. Umsatz im Jahr zu einem Unternehmen mit 20 Milliarden Euro / Jahr.
Was bleibt noch zu sagen: Die nächste Hannovermesse soll vom 20. – 24. April 2026 stattfinden. Soll, das heisst lt. Möchtegernexperten erleben wir ja in Deutschland unseren letzten kriegsfreien Sommer, und auch die Politiker schwören uns ja auf einen angeblich von Putin provozierten Krieg in Deutschland und der EU ein. Na dann mal los. Wer dennoch Infos zur Messe haben möchte, findet sie hier: https://www.hannovermesse.de/de/




















































